elmundoruefenacht

Monatliches Archiv: August 2015

Vulkan Irazú und Lago de Cachí

Am Montag wollten wir eigentlich zum Le Chaudron gehen und Käse einkaufen. Da der Vulkan auch in der Nähe von Cartago ist, wollten wir ihn mehr oder weniger „nebenbei“ erledigen. Unterwegs haben wir dann erfahren, dass in Cartago nur die Käseproduktion ist und es keinen Verkaufsladen hat. Der Käse wird im Automercado sowie in gewissen Ferias verkauft. So haben wir unseren Ausflug etwas angepasst und haben eine Rundfahrt um den Lago de Cachí gemacht – und es nicht bereut.

Für den Vulkanbesuch hatten wir nicht den schönsten Tag ausgewählt, wir hatten keine Weitsicht auf den Pazifik und die Karibik – und es war so kalt, dass die Ohren weh taten. Die verschiedenen Krater des Vulkan Irazú haben uns nicht umgehauen – da lohnt sich ein Ausflug zum Vulkan Poás meines Erachtens mehr. Zumal die Eintrittspreise für Touristen ja nicht ganz billig sind (wir haben am Montag etwa 34 CHF bezahlt für 2 Personen und Parkgebühr für’s Auto).

Dafür belohnt die Zufahrt über die 219 mit malerischen Bildern. Man kommt sich fast vor wie im Emmental, wären da nicht die bizarren Bäume und die Dörfer mit ihren bunten Blechdächern.

Vom Vulkan sind wir via Orosi zum Lago de Cachí gefahren. Eine Hängebrücke führt die Fussgänger von Orosi über den San Carlos. Die Brücke wackelt etwas, aber Marcel und ich haben es gewagt . Von der Strasse her sieht man nicht viel vom Lago de Cachí, da er von vielem Grün umgeben ist. Beim Wegweiser zur Casona del Cafetal sind wir aus Neugier abgebogen, wir wussten nicht, was wir antreffen würden. Auf der Zufahrtsstrasse hat uns ein Eichhörnchen begrüsst, kurz danach hatten wir eine bombastische Aussicht auf den See. Wow, was für ein wunderbar gelegenes Restaurant mit gepflegtem Garten und Zugang zum See. Wir haben etwas Kleines gegessen und einen Kaffee getrunken, der auf sehr spezielle Art serviert wurde . Danach haben wir unsere Rundfahrt um den Stau-See fortgesetzt.

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Wir sind dann via Cartago und Curridabat nach Hause gefahren. Bei Cartago hat es eine Strasse, wo die mittlere Spur zeitgesteuert mal in die eine Richtung, mal in die andere Richtung befahrbar ist. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich ein schlaues Konzept. In Curridabat hat Marcel im Aliss nicht widerstehen können und ein Racletteöfeli gekauft – schliesslich wollte er den Raclettekäse vom Le Chaudron ausprobieren. Da wir etwas viel Zeit im Aliss vertrödelt haben, mussten wir dann bei Nacht und Stossverkehr heim fahren.