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USA Erlebnisberichte

Kalifornien im Dezember

Im Dezember haben wir uns 12 Tage Kalifornien gegönnt. Wir sind spätabends mit Alaska Airlines nach Los Angeles geflogen. In LA haben wir nur übernachtet. Ohne die Stadt gesehen zu haben merkt man, dass man in einer Grossstadt ist. Die Autobahn hat fünf bis sechs Spuren. Schön finde ich die Idee der sogenannten Pool-Lane. Auf dieser Spur dürfen nur Autos mit zwei oder mehr Passagieren fahren. Gleichzeitig gibt mir das zu denken. Denn auf den andern vier bis fünf Spuren fahren fast nur Autos mit einem Passagier drin…
Am Tag nach der Ankunft sind wir auf der Panoramastrasse von Kalifornien, der Pacific Coast Highway, nach Monterey gefahren. Die Strecke ist wunderschön, so lieblich. Mal ist man in den Hügeln, mal fährt man am Meer entlang. Wir haben See-Elefanten und Zebras gesehen. Marcel und ich waren von den Zebras überrascht, die hatten wir an der Küste Kaliforniens nicht erwartet. Später erst habe ich von Hearst Castle gehört und dass die Zebras zu diesem Anwesen gehören. Die See-Elefanten sind lustige Tiere. Sie sind riesig, langsam, liegen faul am Strand herum und röhren zwischendurch ein wenig. So abwechslungsreich wie die Natur war auch das Wetter. Sonne, Regen, Wolken und Nebel wechselten sich ab.

Monterey ist ein sehr schönes Küstenstädtchen. Am Meer entlang hat es viele Spazierwege. Die Quartiere bestehen aus schmucken Häusern. Alles wirkt ordentlich und friedlich, so richtig ’neat and tidy‘.  Mir gefällts, ich könnte mir gut vorstellen, dort zu wohnen .
Der Tourismus – zumindest zu dieser Jahreszeit – beschränkt sich vor allem auf die Gegend Fisherman’s Wharf und Cannery Row. Ist ja auch schön dort, sogar der Seelöwe strahlt einem so richtig an. Die Seemöwen wirken dekorativ, aber sie ‚verscheissen‘ alles. Was man auf dem Bild nicht sieht: die Abfalleimer werden regelmässig geputzt, damit sie nicht so verschissen aussehen…In der Cannery Row haben wir die Olive Bar besucht. Dort verkaufen sie -zig verschiedene Olivenöle und Balsamico-Essige, ähnlich wie vom Fass. Wir haben diverse Essige probiert. Der ‚Dark Chocolate Balsamico Vinegar‘ hat’s mir angetan. Wow, ist der guuut! Ich könnte ihn ‚einfach so‘ trinken. Leider konnten wir nicht mehr viel einkaufen. Die auf Amazon bestellten und ins letzte Hotel gelieferten Kaffeemaschine und Küchenmaschine mussten ja auch noch ins Gepäck ,
Wir haben im Old Monterey Inn übernachtet und es nicht bereut. Unser Zimmer hatte einen Gaskamin und war romantisch eingerichtet. Im Esszimmer kommt man sich vor wie in einem Schloss, man frühstückt mit Silberbesteck an einem grossen Tisch. Allerdings war ich froh um den Fleece, den mir Lisa zurückgelassen hatte, denn der Gaskamin im Raum vermochte das Esszimmer nicht wirklich zu heizen. Das Frühstück war phantasievoll und sehr lecker. Und der Garten mit seinen Pflanzen und Dekorationen lädt zum Verweilen ein.
In Monterey bin ich zum Coiffeur. Meine Mèches brauchten dringend eine Auffrischung, die grauen Haare gewannen die Oberhand. Ich bin sehr heikel, was meine Haarfarbe angeht. Meine Haare neigen dazu, beim Blondieren einen Rotton anzunehmen und das mag ich ganz und gar nicht. In der Schweiz hat’s auch Coiffeure gegeben, wo ich nur einmal hingegangen bin… Wie sollte ich da mein Haar einem Tico-Coiffeur anvertrauen, wo die Ticos meistens dunkelhaarig sind? Also habe ich den Coiffeur sorgfältig evaluiert, Internet sei Dank. Und mit Jodi von Siren’s Hair Design habe ich definitiv die richtige Wahl gemacht.

Von Monterey sind wir zum Sequoia Nationalpark gefahren. Im Nationalpark auf 2000m.ü.M. war es bitterkalt und wir wünschten uns die warmen Kleider herbei, die wir frei nach dem Motto ‚die braucht es in Costa Rica nicht‘ in Europa gelassen haben. Was soll’s. Die riesigen und über tausend Jahre alten Bäume sind sehr eindrücklich. Wie klein und vergänglich ist der Mensch in dieser Natur!

Die nächste Etappe führte uns durch Obstplantagen (vor allem Orangen und Zitronen, fast wie in Mallorca) und Rebberge. Wir sind via Paso Robles nach San Luis de Obispo gefahren. Auf dem wunderschönen Weingut Daou haben wir einen kleinen Halt eingelegt. Das Gut liegt auf einem Hügel und von dort hat man eine phantastische 360-Grad-Aussicht. Wir haben uns ein Glas Rotwein und ein Glas Weisswein geteilt, zu 15 USD das Glas. Als wir weggefahren sind wussten wir, warum der Wein so teuer gewesen war. Irgendwie muss sich so ein Auto ja finanzieren .

Kalifornien kämpft mit Trockenheit. Man sieht am Strassenrand bei den Obstplantagen oft entsprechende Hinweise – die Plantagen brauchen viel Wasser. Aber: no water – no jobs.
In San Luis de Obispo wird dies sehr präsent, wenn man den ‚Stadtsee‘ besucht. Der See war einmal. Nur noch die Schilder und die im Gras liegenden Boote weisen darauf hin, dass hier bis vor zwei Jahren noch ein See war. Wir sind dann nach Pismo-Beach gefahren, wo man von der Pier aus so schön den Wellen und Pelikanen zuschauen kann.

Unterwegs haben wir uns im Bed, Bath and Beyond umgesehen, einem Haushaltwarengeschäft. Nun denn, Kreativität hat keine Grenzen .

Nächste Station war Palm Springs, wo wir in der Casa Cody übernachtet haben (wie einst Charlie Chaplin). Das hat ebenfalls einen sehr schönen Garten mit Mandarinen-, Organgen-, Zitronen- und Grapefruitbäumen. Das Obst lag zum Teil einfach am Boden. Der zum Frühstück servierte Obstsaft war leider nicht frischgepresst – richtig schade, bei den schönen Früchten im Garten. Ich habe versucht, ein paar Zitronen und Grapefruits nach Costa Rica zu bringen. Auf dem Markt und in den Geschäften von Costa Rica habe ich diese Zitrusfrüchte noch nie gesehen. Zitronen habe ich erst einmal in einem privaten Garten gesehen. Tja, der Zoll in Costa Rica hat sie mir leider abgeknöpft – Import von Früchten nicht erlaubt .
Von Palm Springs haben wir einen Ausflug zu den Santa Rosa and San Jacinto Mountains National Monuments gemacht. Es ist eine landschaftlich sehr interessane Rundstrecke, von den Palmen zu den Bergen mit Pinien und zurück. In der Nähe von Palm Springs sieht man sehr viele Windräder und ganz ganz ganz ganz lange Güterzüge. Ich habe noch nie so lange Züge gesehen und ich muss sagen: sie faszinieren mich .

Die letzten Tage haben wir in Encinitas verbracht, einem schönen Küstenstädtchen. Von dort aus dem Meer entlang zu fahren ist sehr schön und ’so richtig zfride‘. Die Züge von Amtrak, welche die Strasse kreuzen, kann man nicht überhören. Zuerst das Gebimmel der Barriere, dann das Hupen des Zuges. In der Nähe möchte ich definitv nicht wohnen. Aber warum nicht ein nächstes Mal eine Strecke mit diesem Zug zurücklegen?
Bei Torrey-Pines haben wir lange zugeschaut, wie die Gleitschirme auf’s Meer hinaus starten. Ich habe mir überlegt, ob ich mir einen Tandemflug antun soll, hatte aber doch nicht den Mut.
Bei Oceanside hatte es auf der Pier wieder Pelikane. Die Tiere lassen sich durch die Touristen nicht stören, was manchen dazu verleiten könnte, die Pelikane anfassen zu wollen. Ein Schild warnt vor solcher Dummheit – wir sind schliesslich in Amerika .
Auf dem Weg Richtung LA hatten wir zum ersten Mal kurz etwas Stau. Da wir aber sehr früh Richtung Flughafen aufgebrochen sind – ich hatte noch etwas Bammel wegen der Küchenmaschine im Handgepäck – hat uns das gar nicht gestresst. Bei Laguna-Beach haben wir noch den herrlichen Sonnenuntergang genossen.
Der Rückflug kurz nach Mitternacht verlief ruhig. Mit der Zeitverschiebung sind wir gegen acht Uhr morgens gelandet, so dass wir in den frühen Morgenstunden noch einen Blick von oben auf ein eindrückliches Vulkangebiet werfen konnten.

PS: Die Kaffeemaschine im Frachtgepäck hat die Reise unbeschadet überlebt. Und eine Küchenmaschine kann man im Handgepäck transportieren (Rührschüssel und die Knet-/Rührhaken hatte ich im Frachtgepäck). Beim Röntgen hat die Flugsicherheit den Sportsack zwar ein paar Mal vor- und rückwärts durchgeleuchtet, aber am Schluss durchgelassen. Ufff!

Weihnachtsstimmung

Seit anfangs Oktober herrscht in Costa Rica Weihnachtsstimmung . In den Geschäften stehen reich dekorierte Weihnachtsbäume, man sieht den Baum vor lauter Schmuck nicht mehr. Privat stellen die Ticos zu Hause den Tannenbaum auch schon sehr früh auf. Da es keine echten Tannenbäume sind, stellt sich das Problem mit dem Verdorren nicht. Der Tico liebt es bunt. Die Häuser werden mit rot, blau, grün oder weiss blinkenden Lämpchen dekoriert. Im Aliss laufen die Mitarbeiter auch bereits seit Oktober mit Nikolaus-Mützen rum. Sie tun mir leid, ich möchte diese Mütze nicht 2.5 Monate lang bei der Arbeit tragen müssen. Im Cemaco bei Zapote haben sie eine wunderschöne Mini-Anlage aufgestellt mit sich drehenden Riesenrädern, fahrenden Zügen usw. Und die Krippe der Banco Nacional in Atenas blinkt auch bunt vor sich hin…



Dafür ist jetzt vor Weihnachten die ganze Weihnachtsdeko bereits mit 40 Prozent Rabatt zu haben. Ich wollte eigentlich keine Weihnachtsdeko, bei Palmen und Sonnenschein kommt bei mir nicht so richtige Weihnachtsstimmung auf. Ich habe mich trotzdem bemüht, dass unser Haus nicht ganz so negativ auffällt

Bezüglich reich geschmückten Weihnachtsbäumen: Wir waren im November in Panama-City und im Dezember in Kalifornien. Unten ein paar Eindrücke. Wir haben auch die Adresse des Samichlaus herausgefunden und ihn erwischt, wie er Pommes gegessen hat – was bei seinem Bart gar nicht so einfach ist .

Wie oben erwähnt tun mir die Mitarbeiter vom Aliss leid, die seit Oktober mit einer Weihnachtsmütze rumlaufen müssen. In Kalifornien haben wir auch eine Frau mit einer solchen Mütze gesehen. Ich habe lange überlegt, ob sie vielleicht bei Aliss angestellt ist und als Mitarbeiterin des Jahres zur Belohnung die Mütze auch in der Freizeit tragen darf (pfui, wie böse…).

Geburts- und Hochzeitstag in Fort Lauderdale

Anlässlich unserer Geburtstage und unseres Hochzeitstages haben wir ein paar Tage in Fort Lauderdale verbracht. Gebucht hatten wir dies vor einiger Zeit aus zwei Gründen: einerseits weil wir bei der Einreise nach Costa Rica Ende Juni vorweisen mussten, dass wir binnen 90 Tagen (maximale Aufenthaltsdauer als Tourist) wieder ausreisen; andererseits mit dem Hintergedanken, dass wir in den USA einkaufen, was wir in Costa Rica nicht finden. In Costa Rica findet man vermutlich alles, man muss es sich aber zusammensuchen. Vanillestengel habe ich im Mercado Central in San José gefunden, Vanillezucker und Griess bei Italconam in San Antonio de Belén. Haselnüsse, Sauerteig und Zitronensäure habe ich in Costa Rica bisher nicht gefunden.  Man kann also nicht wie in der Schweiz in eine Migros oder ein Coop gehen und findet dann mehr oder weniger alles unter einem Dach. Und von den Preisen in Deutschland kann man eh nur träumen. Der Zoll auf Importware ist hier sehr hoch. Da hilft auch Aerocasillas nichts.

Unsere Einkaufsliste und unsere Erwartungen für die Staaten waren also gross. Wir haben beim Hinflug zwei Sporttaschen als Handgepäck mitgenommen. Inhalt: zwei Zahnbürsten, eine Haarbürste, Kosmetika im ‚Müsterliformat‘, Ersatzunterwäsche und eine grosse Reisetasche als ‚checked baggage‘ für die Rückreise. Bekleidet waren wir mit einem viel zu grossen Hemd (Marcel – das Hemd hatte er gekauft, als er noch 30kg mehr auf die Waage brachte) und einem ausgewaschenem T-Shirt-Kleid (ich). Frei nach dem Motto: die alten Kleider lassen wir dort liegen und reisen mit den neuen Kleidern zurück.

Wir hatten gutes Wetter – 36 Grad und eine hohe Luftfeuchte – und damit beim Anflug auf Fort Lauderdale eine super Aussicht.

Nach Empfang des Mietautos gab es noch eine kleine Überraschung. Meine SIM-Karte von Kölbi war für internationale Telefonate nicht freigeschaltet und somit funktionierte das GPS-System auf meinem Handy nicht . Und ohne GPS-System taugt das Handy als Navi nichts . Ich hätte ja noch zwei europäische SIM-Karten, welche international freigeschaltet sind. Aber die hatte ich schön zu Hause gelassen . Im Hotel habe ich erfolglos versucht, per Internetchat die Karte freischalten zu lassen. So haben wir halt eine SIM-Karte von einem amerikanischen Telco-Anbieter gekauft. Früher habe ich Briefmarken gesammelt, heute sammle ich SIM-Karten .

Als Hotel hat Marcel das The Pillars Hotel gebucht. Ein Traum von einem Hotel. Nicht gross, ruhig gelegen, mit schönen Zimmern und einem Restaurant direkt am Kanal.

In diesem Restaurant haben wir unsere Geburtstage gefeiert. Das Essen war göttlich, die Bedienung freundlich und aufmerksam, der Ort mega-romantisch. Der Seeteufel mit caramelisiertem Blumenkohl war so gut, dass ich ihn an beiden Abenden bestellt habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, den Blumenkohl zu caramelisieren – ganz zu schweigen davon, ihn mit Fisch zu servieren.

Dann kam die Shoppingtour. Wir waren Ende August in Fort Lauderdale und da ist Ausverkauf. Den ersten Tag haben wir in der Sawgrass Mills verbracht. Wir haben nicht alle der gut 350 Geschäfte abklappern können, das braucht mehr als einen Tag. Trotz Ausverkauf war die Ausbeute nicht gross. Ein Hemd für Marcel, ein Feldstecher und ein Cover für mein iPad. Für den Feldstecher haben wir erst noch zuviel bezahlt – ich hätte besser vorher in Amazon nachgeschaut und nicht nachher…. Na ja. Dafür war der ‚Papageien-Mann‘ sehr unterhaltsam.

Sawgrass Mills - Papageien-Mann

Sawgrass Mills – Papageien-Mann

Am zweiten Tag haben wir Publix, Walmart, Walgreens, CVS und The Galleria besucht. Danach waren wir k.o. und haben den Rest des Tages im Hotel am Pool verbracht. Die Supermärkte sind riesig! Ein ganzes Regal gefüllt mit Ahorn-Sirup, ein Gang voll mit Corn-Flakes und Co., 2 Gänge voll mit Chips und Snacks usw.. Die Gemüse-Abteilung mutet eher bescheiden an. In der Mall haben wir bei Macy’s weitere zwei Hemden für Marcel gefunden und für mich zwei OPI-Nagellacke, eine Shorts, ein Kleid und ein Badekleid. Das Badekleid stand zwar nicht auf der Einkaufsliste, aber es hat mir so gut gefallen und ein Ralph Lauren Badekleid für 36USD – da musste ich zugreifen .

Marcel und ich machen gerne selber Teigwaren, aber uns fehlte noch eine Ravioliform. Im Macy’s hatten sie keine vorrätig und der nette Verkäufer hat uns zu Williams Sonoma geschickt – ein Geschäft mit hochwertigen Küchenutensilien und Kochzutaten. Die hatten eine Ravioliform aus Holz. Als ich den Preis gesehen habe – nahe bei einer dreistelligen Zahl – habe ich mir gesagt, dass ein Bauarbeiter von Dan mir das sicher aus einem Stück Restholz herstellen kann.

Am letzten Tag – unser Flug ging erst gegen Mitternacht – waren erst sehr wenige Sachen auf der Einkaufsliste abgehakt. Im Whole Foods Market haben wir die lang gesuchten Fonduegabeln gefunden – und sie geschenkt bekommen, da sie im Kassensystem nicht registriert waren. In einem kleinen Chinesenladen haben wir Fischfondue-Netzlis und Agar Agar gefunden. Und dann sind wir per Zufall auf einen ganz besonderen Italienerladen gestossen. Der Laden hatte ein ausserordentliches Sortiment. Nebst den ‚typisch italienischen‘ Produkten wie Parmesan und Parmaschinken gab’s diverse edle Essige wie Himbeeressig, Mangoessig usw., schöne Weine aus Italien und Frankreich, Sauerteig von Seitenbacher, Pektin, Zitronensäure, weitere sehr spezielle Kochzutaten und eine Ravioliform zu einem vernünftigen Preis. Mitten im Laden war ein grosser Tisch überbelegt mit Zeitungen und Briefen und am Tisch sassen eine Frau mittleren Alters und ihre Mutter. Ein richtiger Familienbetrieb und der Laden war Wohnzimmer zugleich, einfach herrlich. Wir haben mit den Frauen über ihre Verwandten in Italien gesprochen und die Frau mittleren Alters hat uns ein Foto von sich mit Angelo Gaja gezeigt. Sie hat ihn zweimal getroffen und konnte sogar das Weingut besuchen. Marcel konnte dem Parmaschinken nicht widerstehen und abgesehen von der Ravioliform haben wir einiges eingekauft, was nicht auf der Einkaufsliste stand – der Laden war einfach zu verführerisch  .

Auch wenn noch nicht alles auf der Einkaufsliste abgehakt war: nun hatte ich definitiv genug vom ‚Lädelen‘. Marcel hätte ohne weiteres noch ein paar Geschäfte besucht, aber bei mir war der Ofen aus. Ich konnte nachvollziehen, warum meine Mutter nach einem Einkaufstag mit ihren Töchtern jeweilen hundemüde ist. Einkaufen kann ganz schön anstrengend  sein. Wir haben uns mit einem mexikanischen Mittagessen gestärkt  und sind danach noch etwas zum Strand. Auf dem Weg zum Strand durften wir das Hochgehen einer Klappbrücke erleben, eine spannende Sache.

Am frühen Abend sind wir dann zum Flughafen gefahren. Bei der Sicherheitskontrolle wurde mein Handgepäckstück rausgefltert. Ich hatte im Whole Foods Market eine Dose Herbamare gekauft und diese ins Handgepäck verstaut. Ist ja schliesslich ein Pulver und keine Flüssigkeit. Der Sicherheitsbeamte wollte sicher gehen, dass es kein Sprengstoff ist. Er hat einen ‚Chemiekasten‘ hervorgenommen, die Dose aufgemacht, ein Stück Pulver rausgeschüttet und mit einer Flüssigkeit getestet. Das Handgepäck ohne die Dose wurde nochmals durch die Sicherheitskontrolle geschickt, meine Handtasche ausgeleert und geprüft und ich wurde von einer Sicherheitsbeamtin abgetastet. Beim engen Fähnlein, welches ich trug, hätte ich nicht viel verstecken können.Am Schluss wurde mir die Dose wieder ausgehändigt. Beim nächsten Mal werde ich kein Pulver mehr ins Handgepäck nehmen…

Den Abend haben wir dann im Flughafen verbracht und unser Hochzeitstag-Menü bestand aus einem Becher Rotwein (leider kein Glas Rotwein) und einem Sack Pommes Chips . An ‚unserem‘ Abflugterminal gab’s nicht viel zu sehen. Das war weiter nicht tragisch, wir hatten am Mittag gut gegessen und in den drei Tagen einiges eingekauft. Platz hätten wir im Gepäck zwar noch gehabt… Deshalb mein Fazit: beim nächsten Mal über Amazon bestellen, das Ganze ins Hotel liefern lassen und dafür gemütlich die Umgebung erkunden  .