elmundoruefenacht

Jagd auf den Quetzal

Bereits mit Lisa wollten wir den Quetzal – auch Göttervogel genannt – beobachten gehen. Wir hatten mit ihr deshalb einen Ausflug via Orosi-Tal nach Cerro de la Muerte gemacht und in in der Manantial Mountain Lodge übernachtet (sehr einfache, aber saubere und günstige Lodge). In einem Reisebericht hatten wir gelesen, dass man keinen Guide braucht, man solle nur auf die Kleinbusse achten, welche mit den Touristen herumfahren. Am nächsten Morgen sind wir früh raus und haben schon kurz darauf einen Kleinbus am Strassenrand gesehen und lauter Menschen mit ihren umgehängten Kameras, welche zu Bäumen hochgeschaut haben, welche etwas weiter oben am Hang standen. Deren Guide hatte gemeint, der Quetzal müsse in diesem Baum sein – nur als nach 15 Minuten immer noch kein Quetzal zu sehen war, sind wir weiter und der Kleinbus auch. Wir sind dann mit Lisa über Quepos und Playa Jacó zurück gefahren, ohne den Vogel mit seinen schönen Federn gesehen zu haben.

Mit Jürg und Daniela haben wir einen neuen Versuch unternommen. Nach einer Übernachtung in den Encantada Ocean Cottages und dem Besuch des Manuel Antonio Nationalparkes (siehe Bericht hier) sind wir über San Isidro de El General nach Cerro de la Muerte gefahren und von dort noch etwas weiter zur Paraíso Quetzal Lodge. Cerro de la Muerte liegt auf über 3000m ü.M. und man hat auf dieser Strecke eine phantastische Aussicht, auch auf den Nebelwald. Unterwegs ist ein Lieferwagen von der Interamericana abgekommen, was zu einer etwa 1.5 stündigen Verkehrsblockade geführt hat. Es ist schon interessant, wie viele Lastwagen täglich über Cerro de la Muerte fahren.

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Musik beruht auf dem Werk unter Thaw (Outro) (Kai Engel) / CC BY-NC 4.0

Die Paraíso Quetzal Lodge liegt auf über 2500 m ü.M. und am Abend bzw. Morgen ist es sehr kühl. Da ist man froh um einen warmen Pulli und das brennende Cheminée im Restaurant. Und einen sehr guten Wein zu einem vernünftigen Preis gabs zum Abendessen auch. Dies alles im Gegensatz zur Manantial Lodge, wo weder der Kamin brannte noch Wein zu kaufen war (den Wein hätte man selber mitbringen müssen). Und die Zuckerwassermischung der Lodge scheinen die Kolibris gerne zu haben.

Am nächsten Morgen sind wir mit Jorge von der Paraíso Quetzal Lodge früh raus. Wir sind zu einer von der Lodge 8 km entfernten Stelle gefahren und haben schon nach 3 Minuten den ersten Quetzal gesehen. In der nächsten Stunde haben wir noch einige Quetzals zu Gesicht bekommen – ist er nicht putzig, dieser Vogel?
Die Paraíso Quetzal Lodge ist an einer Initiative beteiligt, wo lokale Familien auf ihren privaten Grundstücken die Avocadosorten anpflanzen, welche die Quetzals gerne essen. Die mitwirkenden Familien dürfen mit ihren Gästen auf diesen Grundstücken die Vögel beobachten – der Erfolg ist garantiert. Auch sonst wird viel unternommen, um die lokale Wirtschaft zu fördern. Die Lodge ist wirklich empfehlenswert.