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Ausflug nach Playa Jacó

Am Dienstag haben wir einen Ausflug gemacht. Geplant hatten wir ein Picknick an der Playa Jacó mit etwas ‚bädele‘.  Daraus wurde ein wunderschöner, aber anstrengender Tagesausflug.

Wir sind nach dem Frühstück über die 27 und 34 nach Jacó gefahren. Es hatte wenig Verkehr und so waren wir nach einer guten Stunde schon dort. Unterwegs habe ich an einer Mautstelle noch die Gelegenheit benutzt, einen Truck zu fotografieren. Mir gefallen die ja so. Der Fahrer hatte offensichtlich auch Freude daran, dass sein Truck fotografiert wurde .

fröhlicher Truckfahrer

fröhlicher Truckfahrer

Jacó selber ist eine lebendige, kleine Küstenstadt mit vielen Geschäften und Restaurants. Der Ort selber gefällt mir nicht so sehr. Der Strand ist gross und noch nicht so ‚verschandelt‘ mit grossen Hotelbauten. Mich wundert, warum er fast menschenleer war. Man kann man so weit ins Meer hinauslaufen, das Wasser ist mega-warm, die Wellen laden zum Planschen ein – es war einfach herrlich!

Marcel hatte gelesen, dass die Playa Hermosa noch schöner sei. Also sind wir Richtung Playa Hermosa losgefahren. Schon bei der Anfahrt hat man von der Carretera Pacífica Fernandéz Oreamuno einen atemberaubenden Blick. Es gibt mehrere Strässchen, welche zum Strand abzweigen und einen völlig neuen Eindruck des Strandes preisgeben. Der Sand ist schwarz, das Klima feucht und schwül. Alles in allem einfach nur der Hammer! Absolut empfehlenswert!

Wer mal eine Woche völlig abschalten möchte und nur mit sich, dem Meer und dem feuchtschwülen Klima sein möchte, dem seien die Hermosa Beach Bungalows empfohlen.

Am Strand hatte es Kokosnüsse. Ich habe mit einem Stein versucht, sie aufzubrechen – erfolglos. Gerne hätte ich einen Schlittschuh gehabt wie Tom Hanks im Film ‚Verschollen‚. Kleiner Trost: Marcel hat sie auch nicht aufgebracht.

 

Für die Rückfahrt haben wir auf die Karte geschaut und gesehen, dass es bis Esterillos nicht mehr weit ist. Und von da geht es über die 239 und die 136 zurück. So müssten wir nicht den gleichen Weg zurück. Gesagt, getan. Den Abzweiger auf die 239 erwischten wir in der letzten Sekunde – und standen dann vor einer nicht asphaltierten Strasse . Hmmm, es war die richtige Strasse, da gab es keinen Zweifel, denn Puriscal war mit 68km angegeben. Wir fragten eine junge Frau, ob die Strasse bis Puriscal ’so‘ sei. Sie meinte ja, aber die Strasse sei in einem ‚guten Zustand‘, wir könnten ruhig fahren. So fuhren wir los. Wo die Strasse aus festgestampfter Erde bestand, ging es auch relativ zügig (30km/h) voran. Streckenweise hatte die Strasse aber richtige Gräben und grössere Steine, so dass wir mit unserem Hyundai herumzirkeln mussten und nur noch im Schritttempo fahren konnten. Ich beneidete die Motorradfahrer und 4×4-Fahrer! Was ein ‚guter Strassenzustand‘ ist, ist relativ. Unterwegs haben wir mehrfach über das ‚muy buena‘ gelacht und einfach gehofft, dass wir keinen Platten einfahren. Die Strecke selber ist sehr schön und ein einmaliges Erlebnis, welches ich mit einem 4×4 jederzeit wiederholen würde. Man hat das Gefühl, in der ‚Pampa‘ zu sein und trotzdem nicht allein zu sein. Es hatte immer wieder Häuser, kleine Bars, Leute auf Motorrädern, zu Fuss, im Lastwagen und eben im 4×4.
Wir waren erleichtert, als wir nach ca. zwei Stunden Fahrt wieder Asphalt unter den Rädern hatten. Die Kurven nach Santiago machten richtig Spass. Santiago gab uns das Gefühl, wieder in der Zivilisation zu sein. Die Stadt hat eine wunderschöne, leider halb zerstörte Kathedrale (siehe Foto im Wikipedia).
In Santiago sind wir auf die 136 abgebogen. Oh Oh. Schon wieder eine nicht asphaltierte Strasse! Die Aussicht, bei Nacht eine nicht asphaltierte Strasse mit Gräben und grossen Steinen befahren zu müssen, liess uns etwas unruhig werden. Wir waren von der ersten nicht asphaltierten Teilstrecke auf der 239er auch schon etwas müde. Wir konnten die 136er nicht mehr wirklich geniessen, obwohl auch dies eine schöne Strecke ist. Mit dem Eindunkeln sind wir dann müde, aber voller schöner Erlebnisse nach Hause gekommen.